Füße im Freibad…

“Au Scheiße!” Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ sie sich auf seinem Badelaken nieder. Daniel hatte sie schon eine Weile beobachtet. Er war schon seit heute Morgen im Schwimmbad. Dort hatte er die jungen, barfüßigen Mädchen beobachtet, die im Sand Beach-Volleyball spielten. Ab und zu lief eines der Mädchen an den Rand und pulte sich den Sand zwischen den Zehen heraus.
Gegen Mittag kam sie dann. Sie war mit einer Freundin da, die Daniel aber nicht sonderlich gefiel. Aber das Mädchen, das er in diesem Sommer schon so oft im Schwimmbad beobachtet hatte, hatte es ihm wirklich angetan. Ihre Freundin rief sie immer Justine, demnach glaubte er das dies ihr Name war. Seit er sie das erste mal gesehen hatte, ging er jeden Tag von morgens bis abends ins Schwimmbad, in der Hoffnung sie wieder zu sehen. Zum Glück war er zur Zeit arbeitslos, so daß er genügend Zeit zum Warten und Beobachten hatte.
Auch heute war Justine wieder da. Und ihre weniger tolle Freundin. Daniel hatte sie bestimmt schon zwei Stunden lang beobachtet. Sie hatte ihr Badetuch unter einem Baum ein kleines Stück neben seinem eigenen ausgebreitet. Immer wenn sie aus dem Wasser kam lief sie direkt an ihm vorbei. Einmal hatte er sogar geglaubt, sie lächle ihn an, war sich aber nicht sicher gewesen, da er in die Sonne gucken mußte, die ihn geblendet hatte.
Auch gerade eben kam sie vom Schwimmen und wollte zu ihrem Platz gehen. Aber plötzlich schrie sie: “Au!”, griff an ihren Fuß und ließ sich auf sein Badelaken plumpsen. Völlig verdattert sah er sie an. “Tschuldigung. Ich glaub ich bin in eine Biene getreten.” Sie versuchte ihn anzulächeln, aber es schien so weh zu tun, daß es mißlang.
“Zeig mal her,” forderte er sie auf. Da beobachtete er nun seit mindestens zwei Wochen immer wieder seine absolute Traumfrau und ihre Traumfüße, und jetzt streckte sie ihm einen davon jammernd vor die Nase. “Ja. Das war mit Sicherheit eine Biene. Da steckt nämlich noch der Stachel drin.” Er deutete auf einen kleinen, schwarzen Stachel, der kurz vor der Ferse in ihrem Fuß steckte.
Sie zog ihr Bein wieder zu sich rüber und besah sich ihren Fuß selber. “Au Scheiße!” Wiederholte sie und wurde etwas blaß um die Nase.
Jetzt meldete sich auch ihre Freundin, die die ganze Zeit still daneben gestanden war, zu Wort. “Ich werde mal zum Bademeister gehen und fragen ob er uns etwas zum Kühlen geben kann.”
“Ja, daß wäre echt lieb.” Justine sah ihrer Freundin nach. “Soll ich Dir den Stachel rausziehen?” bot Daniel an.
“Tut das denn nicht arg weh?” sie sah ihn besorgt an.
“Nicht viel mehr als wenn Du ihn drinläßt. Außerdem könnte es sich sonst entzünden und das würde verdammt weh tun.” Ohne ein weiteres Wort streckte sie ihm erneut ihr rechtes Bein entgegen. Er legt ihr Bein auf seinen Schoß und nahm ihren Fuß in die Hand. “Guck weg, dann tut’s weniger weh,” wies er sie an.
Verunsichert drehte sie ihren Kopf in Richtung der Volleyball-Spielerinnen. “Schönen Platz hast Du da. Du kannst das Spiel beobachten.”
“Äh… ja…” murmelte er. Er mußte ihr ja nicht sagen, daß er mehr die Füße als das Spiel beobachtete. Dann zog er mit einem Ruck den Stachel heraus.
“Au!!!” quiekte Justine und zog erschrocken ihren Fuß zurück.
“Vielleicht solltest Du das Gift raussaugen. Dann juckt es nicht mehr so arg und brennt nicht so.”
Justine sah ihn verwundert an. “Meinst Du wirklich?”
“Aber sicher!
Justine schien einen Augenblick lang zu überlegen. “Aber was sollen denn die Leute denken wenn ich an meinem Fuß rumsauge!” Sie schien das ernst zu meinen.
“Soll ich vielleicht…?” Im ersten Moment dachte er sie würde empört ablehnen, doch dann lächelte sie und schob ihren Fuß wieder zu ihm. Er lächelte zurück und zog dann ihren Fuß zu seinem Mund um daran zu saugen. Das Gift schmeckte ekelhaft und er spuckte immer wieder aus bevor er weitersaugte. Irgendwann kam dann kein Gift mehr, aber er wollte ihren Fuß noch nicht loslassen. Und er wollte am liebsten noch weiter saugen. Aber er wußte, daß wenn er zu lange saugte würde Blut kommen, worüber sie sich wohl eher nicht freuen würde. Aber er konnte sich einfach nicht dazu durchringen ihren Fuß wieder freizugeben. Er fuhr mit seiner Zunge den Fuß in Richtung Zehen entlang.
Justine kicherte, zog ihren Fuß aber nicht weg. “He, das kitzelt ja!” gluckste sie. Da sie ihren Fuß nicht weg zog, hörte Daniel selbstverständlich nicht auf. So was mußte man ausnutzen. Er hatte mittlerweile mit seiner Zunge die Zehen erreicht und nahm ihren großen Zeh in den Mund und saugte da weiter. Sie lächelte ihn an und erfreute ihn in dem sie sagte: “Bei so einer Behandlung vergißt man ja gleich den Schmerz völlig!” Daniel konnte nur noch ein paar Minuten weitermachen, dann kam ihre Freundin wieder.
Justine zog ihren Fuß zurück, während ihre Freundin blöd glotzend stehen geblieben war. Daniel war ein bißchen enttäuscht schon aufhören zu müssen. “Hast du ‘nen Stift dabei?” riß ihn Justine bei seinen Racheplänen an ihrer Freundin.
“Klar. Wozu denn?”
“Na um Dir meine Telefonnummer zu geben, natürlich…”